Schulmentoren kooperieren mit Human Rights Foundation in Kiew

"commUNITY through mentorship" Bild vergrößern Mehr als 150 Personen besuchten die Seminare im Rahmen von "commUNITY through mentorship" (© KWB)

Deutsch-ukrainisches Projekt "commUNITY through mentorship" verbessert Situation Geflüchteter


"commUNITY through mentorship" - so heißt das deutsch-ukrainische Projekt, das die KWB gemeinsam mit der Human Rights Foundation (HRF) in Kiew 2017 umgesetzt hat. Die Kooperation erfolgte im Rahmen des Förderprogramms "Östliche Partnerschaft und Russland" (ÖPR) des Auswärtigen Amtes und hatte das übergeordnete Ziel, die rechtliche Situation von weiblichen Binnengeflüchteten zu verbessern. Schulmentoren-Projektleiter Dr. Alexei Medvedev verantwortete zusammen mit Eugene Fomin, Leiter der Human Rights Foundation in Kiew, das erfolgreiche Mentoring-Projekt.

Das Projekt "commUNITY through mentorship" beinhaltete u. a. mehrtägige Qualifizierungsmodule zu den Themen Mentoring, Rechtsschutz und Netzwerkarbeit. Die Qualifizierung fand in der Region Kiew statt und erfolgte in Kooperation mit den Partnern in drei Regionen der Ukraine: dem "Press Zentr" in Tscherkassy, der NGO "Divosvit" in Zaporizhya sowie dem Verein "Ukrainska Sofiya" in der Region Dnipropetrowsk.

Übergeordnetes Projektziel war es, die rechtliche Situation von weiblichen Binnengeflüchteten zu verbessern. Im Einzelnen ging es um die Qualifizierung von lokalen Bürgerinitiativen und Einzelaktivisten/-innen sowie Stärkung von lokalen und regionalen Netzwerken im Dialog mit der öffentlichen Verwaltung und Massenmedien. Im Mittelpunkt des Projekts stand der Mentoring-Ansatz. Es galt, die gute Praxis aus Hamburg an die Situation vor Ort anzupassen und dort umzusetzen. So entstand eine gute Synergie zweier Projektpartner, die ihre Expertise beitrugen: die KWB in den Bereichen Mentoring, migrations- und fluchtsensible Beratung sowie Projektmanagement, die HRF durch ihre lokale und regionale Vernetzung und die gute Kenntnis der Zielgruppe. 

Die Projektergebnisse sprechen für sich: 86 Aktivisten/-innen nahmen an den Qualifizierungen teil. Mehr als 150 Personen kamen zu den regionalen Seminaren bzw. runden Tischen. 23 Teilnehmer/-innen absolvierten erfolgreich die Qualifizierung zum Thema "Mentoring". 15 weitere, in den 3 Projektregionen nach dem Peer-to-Peer-Prinzip qualifizierte Mentoren/-innen nahmen zusätzlich ihre Arbeit mit Mentees auf. Einer der zentralen Projekterfolge: In den 3 Projektregionen wurden 3 Bürgerplattformen geschaffen, die aus Vertretern/-innen von NGOs und Bürgerinitiativen bestehen und als Ziel haben, durch Mentoring die Zielgruppen zu unterstützen. Es wurden dementsprechend 3 Memoranden bzw. Absichtserklärungen unterzeichnet.    

"Die beeindruckenden Ergebnisse dieses Pilotprojektes lassen uns mit Optimismus in die Zukunft blicken. Das, was einmal für Hamburg entwickelt wurde, hilft Menschen in der Ukraine ganz konkret vor Ort. In Zusammenarbeit mit unserem Partner in Kiew haben wir bereits weitere Projektideen, die wir 2018 umsetzen wollen", so Dr. Alexei Medvedev, Leiter des Projekts "Schulmentoren – Hand in Hand für starke Schulen".