Grußwort zum Jubiläum der TU Donezk am 31.5.

Es ist mir eine große Freude und Ehre der Nationalen Technischen Universität Donezk zum 95. Jahrestag der Gründung zu gratulieren.

Besonders erfreut mich natürlich, dass heute Herrn Prof. Wolfgang Ehlers von der Universität Stuttgart die Ehrendoktorwürde dieser Universität verliehen wurde. Damit wird eine außergewöhnlich enge und lange Zusammenarbeit zwischen der TU Donezk und der Universität Stuttgart gewürdigt.

Solche Zusammenarbeit lebt vor allem durch das Engagement einzelner Personen und daher ist es völlig gerechtfertigt, Herrn Prof. Ehlers auszuzeichnen, der diese Kooperation immer wieder an führender Stelle getragen hat.

Die internationale Ausrichtung dieser Universität wird ja deutlich durch die zahlreichen Partnerschaften und gemeinsamen Projekte mit ausländischen Universitäten, auch aus Deutschland.

Die Beziehungen sind vielfältig: sie umfassen Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der TU Hamburg-Harburg und der Universität Stuttgart.  Zahlreiche Projekte aus dem Programm Tempus, Erasmus-Mundus, DAAD kommen hinzu.

Damit zeigt die Universität, dass sie auf der Höhe der Zeit ist. Denn neben der Qualität der Ausbildung ist die Vernetzung das entscheidende Kriterium. Gerade im Bereich der Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften ist der Austausch auf Augenhöhe entscheidend, um den Absolventen einen Weg in einen mehr und mehr internationalen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Ich freue mich sehr, dass die Ukraine jetzt ohne jede Abstriche die Öffnung zum europäischen Austausch gewählt hat und die TU Donezk hier auch einer der Vorreiter ist.

Insgesamt ist der Austausch zwischen unseren Ländern im universitären Bereich sehr rege: über 190 Universitätskooperationen und über 9.000 ukrainische Studenten in Deutschland beweisen das.

Aber auch darüber hinaus sind wir in engem Kontakt miteinander. Ukraine ist das einzige Land, für das die Bundesregierung einen Aktionsplan beschlossen hat, der alle Ministerien dazu verpflichtet, Projekte mit ihren Partnern anzustoßen. Aufgrund unserer föderalen Struktur des Hochschulwesens erfolgt die Umsetzung des Planes durch unsere Länder, von denen ebenfalls einige intensive Kooperation mit ukrainischen Partnern betreiben.

Auch schon im Schulbereich engagiert sich Deutschland sehr in der Ukraine und fördert über 40 Schulen mit verstärktem Deutschunterricht. Viele dieser Schüler haben stets die Möglichkeit im Auge, einen Teil ihrer Ausbildung in Deutschland fortzusetzen.

Wir hoffen, dass die meisten von ihnen das Gelernte ihrem Heimatland zur Verfügung stellen und tatkräftig an der Modernisierung der Ukraine mithelfen.

Dies ist auch unser Bestreben: wir stehen an der Seite einer modernen, unabhängigen an den europäischen Werten ausgerichteten Ukraine und sind bereit, all jene zu unterstützen, die sich diesem Ziel verschrieben haben.

Mit der TU Donezk haben wir hier einen sehr zuverlässigen Partner. Wir freuen uns, dass diese Partnerschaft, ja Freundschaft durch die Auszeichnung von Prof. Ehlers noch ein weiteres starkes Element erhalten hat.

Der TU Donezk wünsche ich, dass sie trotz der schwierigen Umstände weiterhin eine beständige Quelle für den Fortschritt in der Ukraine bleiben wird, indem sie die zukünftige Elite dieses Landes in hoher Qualität ausbildet.

Grußwort zum Jubiläum der TU Donezk am 31.5.

Amtierender Rektor der TU Donezk Herr Ljaschok, Herr Prof. Ehlers von der Universität Stuttgart, Generalkonsul Mössinder